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Gesundheitsunternehmen

Ihr Ansprechpartner:
André Baumgart

Das Kompetenzzentrum Gesundheitsunternehmen erforscht das Ökosystem der privaten und öffentlichen Organisationen in der Gesundheitswirtschaft, welche Gesundheitsleistungen offerieren. Dies umfasst somit nicht nur Unternehmen in der Gesundheitsversorgung, sondern insbesondere auch private und öffentliche Organisationen zur Gestaltung der Gesundheit und des Wohlbefindens. Gesundheits-Unternehmen definieren wir als komplexe, adaptive Systeme von Menschen, die einen gemeinsamen Zwecke (Purpose) oder gemeinsames Ziel verfolgen. Der Zweck einer Organisation ist das „Erzeugnis“, was es für jemand anderen erbringt (Humble, et. al., 2015, Lean Enterprise, 8th release, Oreilly).

research

Forschung

Das Competence Center Gesundheitsunternehmen fokussiert sich dabei aktuell primär auf die Innovationsforschung in der Gesundheitswirtschaft. Die Forschung am Competence Center fokussiert auf Gesundheitsunternehmen (Mesoperspektive) und ist klar zu trennen von der Versorgungsforschung (Makroperspektive) und den Gesundheitswissenschaften, welche sich im Wesentlichen mit dem Outcome und der Lebensqualität der Patienten / Menschen befasst (Mikroperspektive).

Dies umfasst das folgende 9 Punkte Strategieprogramm:

  • Untersuchung und Entwicklung neuer Geschäftsmodelle in der Gesundheitswirtschaft
  • Corporate Governance für Unternehmen in der Gesundheitswirtschaft
  • Ko-operative und netzwerkartige Modelle für Unternehmen in der Gesundheitswirtschaft
  • Personalisierte Medizin: Was sind die wirtschaftsrechtlichen Aspekte für personalisierte Programme?
  • Digitalisierung – Healthcare / Health 4.0: Welche Rechte hat der Patient?
  • Gamification und User Experience: Bessere Gesundheitsdaten durch geeignete Nutzerbindung?
  • Künstliche Intelligenz in der Medizinwirtschaft – Ersetzen Bots den Arzt?
  • Blockchain und digitale Gesundheits-ID: Sind verteilte Systeme sicherer?
  • Big Data: Wie sammeln wir nicht mehr, sondern „smartere“ Daten und wem gehören die (Gesundheits-) Daten eigentlich?

Neben Forschung ermöglicht das Competence Center Gesundheitsunternehmen auch Wissenstransfer in Umsetzungsprojekten, Aus- und Weiterbildung sowie unternehmensspezifische Forschungs-LABs.

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Dissertationen im Detail

“Moderne Unternehmensfinanzierung, mit Fokus auf moderne Spitalfinanzierung”

(Laufendes Projekt D. Steiger, MLaw; Betreuer Prof. Dr. F. Taisch)
In dieser Dissertation sollen, ausgehend von der steigenden Nachfrage im Gesundheitswesen und den begrenzten Chancen der momentanen Spitalfinanzierung, neue Möglichkeiten der Spitalfinanzierung analysiert und auf ihre rechtliche Zulässigkeit sowie Umsetzbarkeit überprüft werden. Dazu wird zunächst generell auf die Möglichkeiten einer diversifizierten Finanzplanung sowie einer modernen Unternehmensfinanzierung eingegangen. Danach werden die Entstehungsgeschichte und die Ausgestaltung der aktuellen Spitalfinanzierung in der Schweiz (und besonders im Kanton Luzern) dargelegt sowie deren Grenzen und Problemfelder aufgezeigt. Im Schwerpunkt der Arbeit werden schliesslich alternative Möglichkeiten der Spitalfinanzierung erörtert, indem eine Chancen- und Risikoanalyse sowie eine Prüfung der rechtlichen Zulässigkeit und Umsetzbarkeit erfolgt.

master

Masterarbeiten im Detail

“Big Data im Gesundheitswesen – Rechtliche Rahmenbedingungen für das Sammeln, Aufbewahren und Verwerten von Gesundheitsdaten”

(Abgeschlossenes Projekt J. Balmer, BLaw; Betreuer Prof. Dr. F. Taisch)

Mit etwas Verspätung, dafür mit umso mehr Hoffnung verbunden, hat die Digitalisierungswelle nun auch das Gesundheitswesen erfasst. Spitäler und Praxen stauben ihre Papierakten zunehmend aus und führen Klinikinformationssysteme und digitalisierte Patientendossiers ein. In Kombination mit den neuen Datenanalysemöglichkeiten durch Big-Data-Methoden sehen Wissenschaftler aus der Medizin- und IT-Branche nun ein neues Zeitalter der Gesundheitsforschung anbrechen. Die Masterarbeit untersucht, welche rechtlichen Rahmenbedingungen eine private Datenbank beachten muss, wenn sie gesundheitsbezogene Daten von Personen sammeln, speichern und der Forschung zugänglich machen will. Im Vordergrund stehen dabei die allgemeinen Datenschutzvorschriften nach DSG, ergänzt durch die konkretisierenden Bestimmungen des neuen Humanforschungsrechts sowie Hintergrundinformationen und ein Ausblick zur Einführung des Gesetzes über das elektronische Patientendossier. Nach Einschätzungen des Autors stellen diese rechtlichen Rahmenbedingungen einen pragmatischen Weg zwischen dem Persönlichkeitsschutz der Betroffenen und dem Forschungsinteresse der Wissenschaft dar, sodass die rechtlichen Hürden beim Betreiben einer derartigen Datenbank lösbar und die damit verbundenen rechtlichen Risiken beherrschbar sein sollten.

publications

Aus- und Weiterbildung

Executive Education

CAS Recht, Unternehmensführung und Leadership im Gesundheitswesen (RULG)

Seit 2014 wird eine mehrtägige interdisziplinäre Ausbildung (Medizin, Ethik, Betriebswirtschaft, Recht) für Chefärzte und Kader des Kantonsspitals St. Gallen durchgeführt, dieser Kurs wurde auch 2015 durchgeführt und ist für 2016 in Vorbereitung. Der CAS RULG wurde in Zusammenarbeit mit dem Luzerner Kantonsspital (LUKS) entwickelt und wird von einem interdisziplinärem Team unter Führung von Prof. Dr. Taisch (IFU I BLI Universität Luzern) und Dr. Guido Schüpfer (LUKS) geleitet. Die operative Verantwortung für die Durchführung übernehmen Dr. André Baumgart (LUKS) und Prof. FH Dr. Alexander Jungmeister (IFU I BLI Universität Luzern).Der CAS gibt Antworten auf neue Herausforderungen im Gesundheitswesen mit einen interdisziplinären Ansatz. Die Markt- und Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen verändern sich heute mit zunehmender Geschwindigkeit. Patientenbedürfnisse, Technologien, Fortschritt in der Medizin sowie rechtliche Rahmenbedingungen und Anforderungen von weiteren Stakeholdern ändern sich rasch, betriebswirtschaftliche Grundlagen in der Führung von Unternehmen im Gesundheitswesen werden zudem immer wichtiger. Um diesen Herausforderungen gezielt zu begegnen, wurde der CAS im Themenfeld «Recht, Unternehmensführung und Leadership im Gesundheitswesen» lanciert, um rechtliche und volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen mit grundlegendem Management-Wissen im Gesundheitswesen zu vermitteln. Die so erlangten Kenntnisse für das Management von Spitälern und anderen Institutionen des Gesundheitswesens erlauben es, höhere Kaderfunktionen im Gesundheitswesen zu besetzen.

Master

Gesundheitsrecht (Prof. Dr. B. Rütsche), Universität Luzern

Das Gesundheitsrecht behandelt Rechtsfragen im Umfeld des Gesundheits-schutzes, der Gesundheitsvorsorge sowie der Krankheitsbehandlung und Pflege. Studierende, die im Gesundheitsbereich (Spitäler, öffentliche Verwaltung, Advokatur, Berufsverbände, Krankenversicherungen, Pharmaunternehmen) tätig sein möchten, werden in den juristischen Umgang mit Fragen rund um das Gesundheitswesen eingeführt. Exkurse in andere Wissensgebiete (z.B. Gesundheitsökonomie, Gesundheitspolitik, Bioethik) vertiefen das Verständnis und ermöglichen den interdisziplinären Dialog.

jungmeister

Publikationen, Bücher, Beiträge und wissenschaftliche Konferenzen

  • Diskriminierungsgefahren in der Gesundheitsversorgung. Einleitende Bemerkungen, in: Tschentscher/Lehner/Mahlmann/Kühler (Hrsg.), Soziale Gerechtigkeit heute, ARSP-Beiheft Nr. 141, Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2015, S. 113-115 (Rütsche)
  • Leitung und Einführungsreferat an der Tagung «Spitalwettbewerb und Koordination der Spitalplanungen», Weiterbildung Recht, Universität Luzern, 25.06.2015 (Rütsche)
  • Ergebnisse empirische Studie ‚Entscheidungen am Lebensende‘ – institutioneller Teil. Referat an der Tagung «Selbst- und Fremdbestimmung am Lebensende – Wer entscheidet über das Sterben?», Universität Luzern, Hotel Schweizerhof Luzern, 24.09.2015 (Rütsche)
  • Was bedeutet die Limitation aus rechtlicher Sicht. Referat am Symposium Hochwirksame HCV-Medikamente – Sinn oder Unsinn einer Limitatio: Ethik versus Kosten, Universitätsspital Zürich, 03.09.2015 (Rütsche)
  • Ethik und Recht in Medizin und Biowissenschaften. Aktuelle Fallbeispiele aus klinischer Praxis und Forschung, Berlin 2014 (Elger/Biller-Adorno/Rütsche)
  • Personalisierte Medizin, Studie für das Zentrum für Technologiefolgen-Abschätzung (TA-SWISS), Zürich 2014 (Eckhardt/Navarini/Recher/Rippe/Rütsche/Telser/Marti)
  • Das Recht der biomedizinischen Forschung am Menschen: Nationales Recht im Spiegel internationaler Prinzipien, in: Medizin Recht, 10/2014 S. 725–733, Berlin 2014 (Rütsche)

Öffentlichkeitsarbeit, Medien, Politik und Gesellschaft

  • Mitglied der Nationalen Ethikkomission (NEK), Bern (Rütsche)
  • Mitglied von expertsanté (Rütsche)

publications

Outlook

Durchführung des CAS Unternehmensführung, Recht und Leadership im Gesundheitswesen in Zusammenarbeit mit dem Kantonsspital Luzern (LUKS) sowie diverse weitere Ausbildungsmodule zu Unternehmensführung und Recht im Gesundheitswesen für weitere Spitäler. Daneben wird die Konzeption des Kompetenzzentrums Gesundheitsunternehmen und seiner Dienstleistungen weiter vorangetrieben und insbesondere die Forschung akzentuiert.

University Publications

  • Sponsoren

    • Luzerner Kantonsspital CC DE

      luzerner kantonsspital CC

    • Kantonsspital St.Gallen

      kantonsspital sg CC