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Introduction

Ihr Ansprechpartner: Franco Taisch

Das Kompetenzzentrum Unternehmens- und Governancegestaltung befasst sich trans- und interdisziplinär mit der Entwicklung und der Führung von Unternehmen. Dabei steht insbesondere das Zusammenspiel von betriebswirtschaftlichen und rechtlich-regulatorischen Elementen im Mittelpunkt. Das Kompetenzzentrum beschränkt sich auf keine Formen unternehmerischer Aktivität, hat seinen Schwerpunkt aber auf Unternehmen mit personenbezogener Ausrichtung gelegt.

research

Forschung

Familienunternehmen jeder Grösse und KMU sind regelmässig durch eine personenbezogene Ausrichtung geprägt und beiden kommt in der Schweiz ausserordentliche Bedeutung zu. Grosse Herausforderungen stellen die Bereiche Internationalisierung, Währungskursdifferenzen, Innovation, Wachstum, Digitalisierung, spezifische Gestaltung der Unternehmensführung, adäquate Familiengovernance, optimale gesellschafts- und steuerrechtliche Strukturen sowie die Nachfolgeregelung dar.

Das IFU I BLI ist Forschungspartner von KMUNext, einer nationalen Stiftung, die sich für Familienunternehmen einsetzt. Neben der Uni Luzern ist auch das KMU Institut der Uni St. Gallen Forschungspartner. Prof. Dr. Franco Taisch ist Mitglied des Stiftungsrates, Prof. (FH) Dr. Alexander Jungmeister ist Mitglied des Think Tanks KMUNext. Das Kompetenzzentrum wird sich in den kommenden Jahren unter anderem mit folgenden Forschungsthemen befassen:

  • Handlungsfelder betreffend rechtlich-regulatorische Rahmenbedingungen
  • Unternehmensführung im Spannungsfeld Unternehmen, Politik und Recht
  • Strukturveränderungen von Familienunternehmen insbesondere mit und durch geeignete Nachfolgeregelung
  • Finanzierung von Unternehmen
  • Corporate Governance und Führungsstrukturen sowie Leadership
  • Risikomanagement bei Unternehmen
  • Haftungsprävention und Haftung von Unternehmensführungsorganen

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Forschungsprojekte im Detail

“Unternehmensführung und Recht”

(Laufendes Projekt unter der Leitung von Prof. Dr. F. Taisch).

Unternehmen agieren in einer Umwelt, die in einem steten Wandel begriffen ist und es bestehen unterschiedliche Wechselbeziehungen zwischen der Unternehmung und den Subjekten deren Umwelt (Anspruchsgruppen). Dazu ist es notwendig, dass rechtlichen Aspekten in einem Unternehmen vom Strategiefindungsprozess bis zum Tagesgeschäft immer grössere Aufmerksamkeit beigemessen wird. Das Forschungsprojekt widmet sich der Interaktion von Unternehmen mit ihrer gesetzlichen und regulatorischen Umwelt und ihren Anspruchsgruppen. Das optimale Management der gesetzlichen und regulatorischen Aspekte unternehmerischen Handelns und Entscheidens wird untersucht.Dabei wird der Fragestellung nachgegangen, welchen Einfluss das Recht auf die Ausgestaltung von betrieblichen Wertschöpfungsketten hat, und es werden Ansätze erforscht, wie das Recht einerseits eingesetzt werden kann, um neue Erfolgspotentiale zu schaffen, und andererseits, welche Massnahmen das Recht vorsieht, um die geschaffenen Werte im Unternehmen zu schützen (Risikomanagement, Internes Kontrollsystem, Compliance, Controlling). In der Berichtsperiode konnten mehrere zentrale und grundlegende Forschungsthemen abgeschlossen und einige Kapitel des geplanten Buchs „Unternehmensführung und Recht“ bereits fertiggestellt werden.

Das Forschungsteam bestand 2015 aus Prof. Dr. Alexander Jungmeister, Selin Schmid, MLaw, und Dr. iur. Nadja Fabrizio. Für 2016 ist eine Publikation der Ergebnisse geplant.

«Fit & Proper Requirements for Members of the Board of Co-operative Banks»

(Abgeschlossenes Projekt unter der Co-Leitung von Prof. Dr. Taisch und Prof. (FH) Dr. A. Jungmeister sowie Mitautorschaft A. Gmünder, MLaw, siehe auch unter Kompetenzzentrum Unternehmens- und Governancegestaltung und Kompetenzzentrum Finanzmärkte)

In Zusammenarbeit mit der EACB (European Association of Cooperative Banks) in Brüssel wurde eine wissenschaftliche Untersuchung zu «Fit & Proper»-Regeln für Unternehmensleitungsmitglieder durchgeführt. Mitgliederbanken aus 11 Ländern wurden mittels Fragebogen in Bezug auf Best Practice hinsichtlich die Compliance mit Normen der Regulierungsbehörden und Ausbildungsstandards ihrer obersten Kader hin befragt und die Ergebnisse einer vertieften Analyse zugeführt. Die Studie beinhaltete ein für die EACB repräsentatives Sample (Sketch Verfahren), das 80% der Bilanzsumme der in der EACB repräsentierten Banken umfasst. Die EACB Banken mit 4200 lokalen Banken und 68’000 Filialen bedienen 205 Millionen Kunden und 78 Millionen Mitglieder, beschäftigen 860’000 Mitarbeitende und machen rd. 20% des Marktanteils im Europäischen Bankenmarkt aus.

master

Dissertationen im Detail

“Die Wahrung der Anteilsrechte von Beteiligten einer AG und einer GmbH bei Kapitalerhöhungen”

(Laufendes Projekt, A. Anderhub, MLaw, Betreuerin Prof. Dr. K. Müller).

Im Lebenszyklus einer AG oder einer GmbH kann es infolge wirtschaftlicher oder rechtlicher Gegebenheiten zu Kapitalerhöhungen kommen. Diese Dissertation zeigt auf, inwiefern hierbei die Anteilsrechte der Gesellschafter tangiert werden, und beleuchtet die Instrumente und Schutzmechanismen, die das schweizerische Gesellschaftsrecht unter Einschluss der laufenden Aktienrechtsrevisionden Anteilsinhabern zur Wahrung ihrer Rechte zur Verfügung stellt.

“Risikomanagement als Pflicht des Verwaltungsrates”

(Laufendes Projekt, Ch. Grätzer, RA, MLaw, Betreuer Prof. Dr. F. Taisch).

Das Thema Risikomanagement hat während der letzten zwanzig Jahre in der unternehmerischen Praxis eine weite Verbreitung gefunden. In der juristischen Literatur wurde diese Thematik bis anhin noch nicht umfassend untersucht. Gegenstand der Dissertation ist, die Pflichten des Verwaltungsrates im Zusammenhang mit Risikomanagement als Ausfluss aus der Oberleitungspflicht gemäss Art. 716a Abs. 1 Ziff.1 OR darzustellen. Dabei wird das Risikomanagement im Sinne des Enterprise Risk Management (ERM) und somit weitergehend als die in Art. 663b Ziff. 12 OR verlangten Angaben über die Durchführung einer Risikobeurteilung im Anhang des Geschäftsberichts verstanden. Schliesslich werden auch Ansätze aufgezeigt, wie mit rechtlichen Risiken umzugehen ist bzw. wie das Recht zur Handhabung von Risiken genutzt werden kann.

“Corporate Governance der Vorsorgeeinrichtung im Vergleich zu den übrigen Plattformen für Vermögensverwaltung”

(Laufendes Projekt, M. Halter-Garcia, MLaw, Betreuer Prof. Dr. F. Taisch).

Eine Vorsorgeeinrichtung und eine Bank unterscheiden sich in vielfältiger Weise: Das im BVG festgesetzte Obligatorium beherrscht die Vorsorgeeinrichtung und ihre Mitglieder, welche ihre Altersgelder zwangsweise anlegen müssen. Eine Bank dagegen ist trotz der vom Gesetz (BankG/FinmaG) auferlegten Regulierungen ein Hort der freiwilligen Geldanlage. Dennoch ähneln sich beide Institute in mancherlei Hinsicht, wie der profitorientierten Vermögensanlage, der Marktabhängigkeit und der übergeordneten staatlichen Aufsicht. Aufgrund der zusätzlichen Risiken einer Pensionskasse (berufliche Pflichtversicherung von Alter, Tod und Invalidität) ist anzunehmen, dass die Governance einer Pensionskasse mindestens der Organisation, Überwachung und internen Kontrolle einer Bank entsprechen muss, wenn nicht diese sogar übertreffen sollte. Diese Dissertation befasst sich mit den Gemeinsamkeiten bzw. Unterschieden zwischen der Corporate Governance einer Vorsorgeeinrichtung und weiterer Plattformen für Vermögensverwaltung und versucht daraus Verbesserungspotenzial und Konfliktherde für die Pensionskassen aufzuzeigen.

“Management von Rechts- und Reputationsrisiken als Sorgfaltspflicht von in der Schweiz, in Österreich und in Liechtenstein tätigen Bankengruppen”

(Laufendes Projekt, Th. Höhener, MLaw, Betreuer Prof. Dr. F. Taisch).

Mit der in Arbeit befindlichen Studie soll auf ein bis anhin sowohl in der juristischen Theorie als auch der bankbetrieblichen Praxis nur am Rande behandeltes Thema im Rahmen einer selbständigen wissenschaftlichen Studie eingegangen werden. Vor dem Hintergrund der momentanen und zukünftigen Regulierungstendenzen (Basel II, Basel III) werden entlang der Praxis im regionalen Kontext der Schweiz, Österreichs und Liechtensteins nicht nur die Ausgangssituation analysiert, sondern auch Problemfelder identifiziert und Lösungsansätze gegenübergestellt.

 “Tracking Stocks”

(Laufendes Projekt, S. Schmid, MLaw, Betreuerin Prof. Dr. K. Müller).

Bei den in den USA entwickelten «Tracking Stocks» handelt es sich um Aktien, die ihren Inhabern Vermögensrechte einräumen, welche sich statt auf das Gesamtunternehmen nur auf einen Unternehmensteil beziehen. Diese Dissertation soll die in der Schweiz noch ungeklärte Situation hinsichtlich der rechtlichen Zulässigkeit von «Tracking Stocks» untersuchen.

“Die Bewältigung einer Unternehmenskrise aus rechtlicher Sicht”

(Laufendes Projekt, M. Perret, MLaw, Betreuer Prof. Dr. F. Taisch).

Das Leben eines Unternehmens ist wie das wirtschaftliche Umfeld, in dem es sich befindet, von einem Auf und Ab geprägt. Befindet sich ein Unternehmen in wirtschaftlicher Schieflage, sieht sich das Management mit höchst komplexen Fragestellungen konfrontiert. Die Bewältigung einer Unternehmenskrise funktioniert nach betriebswirtschaftlichen Prinzipien, die ihre Grenze in der rechtlich-regulatorischen Umwelt finden. Diese rechtliche Begrenzung des unternehmerischen Handlungsspielraums wird in der Praxis oft als störend und verhindernd empfunden. Diese Arbeit beschäftigt sich genau mit diesem «Paradigma». Es soll untersucht werden, ob das Recht wirklich nur «Verhinderer» ist oder ob diese Behauptung haltlos ist. Die Erkenntnisse sollen dann zu einer Beurteilung der in der Schweiz geltenden rechtlichen- und regulatorischen Rahmenbedingungen in Bezug auf die Sanierung von Unternehmen genutzt werden.

“Die Pflicht des Verwaltungsrates zum integralen Risikomanagement in KMU”

(Laufendes Projekt, M. Durrer, MLaw, Betreuer Prof. Dr. F. Taisch).

Der Verwaltungsrat einer kleineren oder mittelgrossen Unternehmung ist verpflichtet, ein Risikomanagement-System in seiner Unternehmung aufzubauen und zu bewirtschaften. Diese Dissertation befasst sich mit den rechtlichen Grundlagen für das Risikomanagement in schweizerischen KMUs und zeigt einen umsetzungs-orientierten Lösungsansatz auf, wie der Verwaltungsrat den gesetzlichen Anforderungen genügen kann.

“Gewerbsmässige Stimmrechtsvertretung und gewerbsmässige Stimmrechtsberatung im Rahmen der schweizerischen Aktiengesellschaft”

(Abgeschlossenes Projekt, Kevin M. Hubacher, MLaw, Betreuerin Prof. Dr. K. Müller).

Die Rolle des Aktionärs ist in den letzten Jahren vermehrt in das Blickfeld der Öffentlichkeit geraten. Heutzutage wird vor allem von den institutionellen Aktionären (bspw. den Vorsorgeeinrichtungen) erwartet, dass sie ihre Stimmrechte an der Generalversammlung aktiv wahrnehmen. In diesem Zusammenhang sowie aufgrund regulatorischer Entwicklungen entstanden verschiedene Aktionärsdienstleistungen. Diese Dissertation untersucht mit der gewerbsmässigen Stimmrechtsvertretung sowie der gewerbsmässigen Stimmrechtsberatung zwei solcher Aktionärsdienstleistungen. Behandelt werden nebst aktien- und vertragsrechtlichen Fragen auch börsenrechtliche sowie regulatorische Aspekte. In Bezug auf die Stimmrechtsvertretung sowie -beratung lässt sich feststellen, dass gegenwärtig zumeist voreilig die Initiierung von Regulierungsmassnahmen gefordert wird. Diese Dissertation misst den regulatorischen Fragen deshalb eine besondere Bedeutung zu und nimmt eine eingehende Analyse der Vereinbarkeit der Stimmrechtsvertretung sowie -beratung mit den aktienrechtlichen Grundsätzen vor.

Masterarbeiten im Detail

“Die Unternehmenskooperation mit Schwerpunkt Arbeitsgemeinschaft (ARGE)”

(Laufendes Projekt, C. Emmenegger, BLaw, Betreuer Prof. Dr. F. Taisch).

Die Masterarbeit untersucht die Unternehmenskooperation als solche. Dabei wird erläutert, was unter diesem Begriff zu verstehen ist und welche möglichen Arten von Kooperationen bestehen. Eine Form der Kooperation, das Konsortium, wird dabei näher betrachtet. Eines der am zahlreichsten in der Arbeitswelt vorkommende Konsortium, das Baukonsortium (oder auch Arbeitsgemeinschaft (ARGE) genannt), steht dabei im Zentrum der Auseinandersetzungen. Folglich wird Letzteres denn auch detaillierter betrachtet und die sich daraus stellenden Probleme erörtert. Die rechtliche Grundlage von Baukonsortien ist die einfache Gesellschaft, womit diese Gesellschaftsform der zentrale Gegenstand der Untersuchungen darstellt. Zu behandelnde Problembereiche sind die Rechtspersönlichkeit von Konsortien, die einfache Gesellschaft im Zusammenhang mit einem nach kaufmännischer Art geführten Gewerbe, die Kollektivgesellschaft als Alternative der rechtlichen Grundlage von Konsortien, sowie die Anwendbarkeit des Kartellrechts auf diese Unternehmenskooperation.

“Die zivilrechtliche Verantwortlichkeit nach Art. 754 OR: Impulsgeber und Schranke für eine Wirtschaft am Wendepunkt? Auswertung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung über zivilrechtliche Verantwortlichkeitsklagen gegen Organe von Aktiengesellschaften und Überprüfung von Art. 754 OR auf Zweckmässigkeit”

(Laufendes Projekt, A. Kuhn, BLaw, Betreuer Prof. Dr. F. Taisch).

Ziel der aktienrechtlichen Verantwortlichkeit ist die Steuerung des Verhaltens von Organen mittels positiven und negativen Impulsen. Die Masterarbeit untersucht, ob Art. 754 OR dieses Ziel erreicht und wo Optimierungspotential besteht. Dazu wird die Evolution der Rechtsprechung punkto Trends und Dunkelfelder analysiert. Die Auswertung setzt auf Stufe Bundesgericht an. Bestätigt sich die Vermutung, dass eine gewichtige Anzahl Fälle nicht in die «offizielle» Rechtsprechung einfliesst? Werden Fälle mehrheitlich durch Vergleich oder Stillhalten erledigt? Welche Kategorien tun sich besonders hervor? Schliesslich wird beurteilt, ob Art. 754 OR den nötigen Schutz vor Machtmissbrauch und schadhaftem Verhalten von Organen gewährt und (fairen) Spiel- und Gestaltungsraum für naturgemäss risikoreiche Wirtschaftstätigkeiten und Entscheidungen belässt.

“Einfluss der Unternehmen auf Politik und Entscheidungsträger – Rechtliche Risiken der Unternehmer in Zusammenhang mit Lobbying und Parteispenden”

(Abgeschlossenes Projekt, P. Krützmann, BLaw, Betreuer Prof. Dr. F. Taisch).

Durch neue Regulierungen und rechtliche Vorschriften werden Unternehmen in ihren wirtschaftlichen Freiheiten beschränkt und erschweren die erfolgreiche Unternehmenstätigkeit. Die Unternehmensinteressen müssen somit direkt bei den Entscheidungsträgern platziert werden um einschränkende Regulierungen zu verhindern. Eine solche Interessenswahrungspflicht kann aus dem OR abgeleitet werden. Die Masterarbeit zeigt auf, welche Möglichkeiten der Interessensvertretung bestehen und welche rechtlichen Schranken zu beachten sind. Es wurde festgestellt, dass die Reputationsrisiken im Bereich des Lobbyings sowie der politischen Spenden hoch sind. Der Schweizer Gesetzgeber wird zudem auf internationaler Ebene unter Druck gesetzt, um strengere Regeln aufzustellen. Daher ist zukünftig ebenfalls mit erhöhten Rechtsrisiken zu rechnen. Reputations- wie auch Rechtsrisiken sollen mittels internen Regeln sowie diversen Offenlegungen minimiert werden.

“Corporate-Governance-Ansätze bei der Nachfolgeregelung von Kleinunternehmen”

(Abgeschlossenes Projekt, L. Misteli, BLaw, Betreuer Prof. Dr. F. Taisch).

Jeder Unternehmer wird sich während seiner Geschäftstätigkeit einmal mit der Frage auseinandersetzen müssen, wie es mit seinem Unternehmen nach seinem Ausscheiden aus der Geschäftstätigkeit weitergehen soll. Insbesondere in KMUs, bei welchen die Unternehmensnachfolge nicht einfach in einer finanziellen Transaktion erfolgt, kann dieser Vorgang sehr komplex sein. Als Erfolgsfaktoren für jede Unternehmensnachfolge gelten unter anderem frühzeitige Planung, Strategieentwicklung und konsequente Durchsetzung. In dieser Arbeit soll die Frage beantwortet werden, ob Corporate Governance-Regelwerke, welche als Empfehlung für eine optimale Ausgestaltung, Führung und Kontrolle von Unternehmen gelten, auch für eine bestmögliche Lösung einer Unternehmensnachfolge herangezogen werden können

“Die steuerliche Berechnung von Lizenzerträgen nach dem Nexus-Ansatz”

(Abgeschlossenes Projekt, M. Vogler, BLaw, Betreuer Prof. Dr. F. Taisch).

Das Ziel der Masterarbeit war es, den Einfluss des Nexus Approaches auf die schweizerische Lizenzbox haben aufzuzeigen. Um dies zu erreichen wurden zuerst die Umstände der USR III hergeleitet und beschrieben, was eine Lizenzbox ist und wie sich diese in die USR III eingliedert. In einem zweiten Schritt wurde hergeleitet, wie die OECD ihr BEPS Projekt entwickelte und wie daraus der Nexus-Approach entstanden ist. Dabei wurden die Mechanismen des Nexus-Ansatzes erläutert und beschrieben in welcher Weise dieser Ansatz modifiziert worden ist. Im Anschluss erfolgte eine Analyse, welchen Einfluss der Nexus-Ansatz auf die schweizerische Lizenzbox haben wird. Zuerst wurden die Risiken und Kritikpunkte des Nexus-Approaches besprochen, um anschliessend Massnahmen zu erläutern, welche die Risiken dieses Ansatzes abfedern könnten. Weitergehend wurde aufgezeigt, welche Zukunftsperspektiven eine Lizenzbox in der Schweiz unter dem Nexus-Approach überhaupt noch hat. Zum Schluss erfolgte eine Gesamtanalyse der Ergebnisse der Arbeit, bei der die schweizerische Lizenzbox unter dem Nexus-Approach noch einmal kritisch besprochen wurde.

bachelor

Aus- und Weiterbildung

Lehre Bachelor

Wirtschaftsrecht (Prof. Dr. F. Taisch), Universität Luzern

Die Lehrveranstaltung soll den Studierenden einen Einblick in die wichtigsten Teilbereiche des schweizerischen (privaten und öffentlichen) Wirtschafts-rechts geben. Dabei werden insbesondere folgende Teilbereiche des Wirtschaftsrechts aufgegriffen:

  • Schweizerische Wirtschaftsverfassung
  • Wettbewerbsrecht
  • Konsumentenrecht
  • Immaterialgüterrecht
  • Arbeitsrecht
  • Finanzmarktrecht

Die einzelnen Teilbereiche werden in der Vorlesung nicht isoliert, sondern zusammenhängend betrachtet. Mittels eines interdisziplinären Ansatzes werden nebst rechtlichen auch betriebswirtschaftliche Belange erörtert. Dabei spielen vor allem Aspekte der Unternehmensführung und des Managements eine zentrale Rolle. Um den Studierenden den praktischen Hintergrund des Wirtschaftsrechts zu vermitteln, werden zu den eizelnen Themen der Vorlesung verschiedene Gastreferenten, die in den einzlnen Teilbereichen als ausgewiesene Experten gelten, referieren.

Gesellschaftsrecht (Prof. Dr. K. Müller), Universität Luzern

Die Vorlesung vermittelt den Studierenden die allgemeinen Grundsätze des Gesellschaftsrechts sowie die Regeln des Rechts der Personen- und Kapitalgesellschaften. Die Studierenden sollen die Fähigkeit erwerben, praktische Fälle im schweizerischen Gesellschaftsrecht zu lösen. Zur Veranschaulichung des Lehrstoffs und zur Diskussion dienen pro Themenblock verschiedene repräsentative Übungsfälle und/oder Urteile. Von den Gesellschaftsformen werden die einfache Gesellschaft, die Kollektivgesellschaft, die Aktiengesellschaft und die GmbH besonders behandelt.

Lehre Master

Unternehmensführung und Recht – Leadership, Governance, Strategie, Finanzierung und Management I und II (Prof. Dr. F. Taisch), Universität Luzern

Die zweisemestrige Lehrveranstaltung Unternehmensführung und Recht vermittelt den Studenten Kenntnisse über Unternehmen als solche und deren Interaktion mit ihrer gesetzlichen und regulatorischen Umwelt. Im ersten Semester wird in einer zweiteiligen Blockveranstaltung vermittelt, was ein optimals Management der gesetzlichen und regulatorischen
Aspekte unternehmerischen Handelns und Entscheidens enthält und wie die Unternehmensfunktion Recht als integrierter Bestandteil des Managementprozesses umzusetzen ist. Im zweiten Semester wird den Studierenden Gelegenheit geboten, in kleinen Teams vor Ort bei Unternehmen aktuelle Fragestellungen unter praktischer Anwendung der vermittelten Methodik zu bearbeiten (Case Studies). In den letzten Jahren haben an diesem Programm namhafte Unternehmen wie Siemens, V-Zug, Luzerner Kantonalbank, Novartis und Partners Group teilgenommen.

Unternehmensrecht I und II: Gründung und Aufbau, Sanierung und Liquidation (Prof. Dr. K. Müller, Ass.-Prof. Dr. A. Opel u. a.) sowie Nachfolge und Umstrukturierung – Gesellschafts-, Ehegüter-, Erb- und Steuerrecht (Prof. Dr. K. Müller, Prof. Dr. P. Eitel u. a.), Universität Luzern

Die Vorlesung Unternehmensrecht folgt dem Lebenszyklus eines Unternehmens. Im Vordergrund stehen kleine und mittlere Unternehmen. Ausgehend von einem einheitlichen Ausgangssachverhalt werden die zentralen Fragen, die sich für ein Unternehmen zu den Themenkreisen «Gründung und Rechtsformwahl», «Auf- und Ausbau» sowie «Sanierung und Liquidation» stellen, aus Sicht des Gesellschafts-, Sozialversicherungs- und Steuerrechts erörtert. Dabei soll zusätzlich auch das Lösen von interdisziplinären Fragestellungen vermittelt werden. Die Vorlesung Unternehmensrecht II behandelt auch weitere Themen aus dem Lebenszyklus eines Unternehmens, wobei insbesondere die Nachfolge und Umstrukturierung besprochen werden.

Öffentliches Wirtschaftsrecht (Prof. Dr. B. Rütsche u.a.), Universität Luzern

Das öffentliche Wirtschaftsrecht regelt die Schnittstelle zwischen Staat und Wirtschaft. Der Staat reguliert die Märkte (z.B. Zulassungspflicht für Produkte, Beufsbewilligungen) und schafft gleichzeitig wettbewerbsfördernde Rahmenbedingungen im Binnen- und Aussenhandel (Binnenmarktrecht, bilaterale Handelsabkommen). Der Staat erfüllt aber auch öffentliche Aufgaben unter Einbezug Privater (z.B. Leistungsaufträge an Spitäler), kauft Güter und Leistungen auf dem Markt ein (öffentliche Beschaffung), bildet Staatsmonopole (z.B. Gebäudeversicherung), setzt Kontingente (z.B. Ärztestopp), reguliert Preise (z.B. Taxi) und entscheidet über die Nutzung knapper Ressourcen durch Private (z.B. Sondernutzungskonzessionen). Die Kenntnis des öffentlichen Wirtschaftsrechts ist nicht nur «Kür», sondern «Pflicht» für alle Studentinnen und Studenten, die später im Wirtschaftsrecht ganz allgemein kompetent arbeiten wollen.

Verwaltungsrecht II (Prof. Dr. B. Rütsche), Universität Luzern

Die Lehrveranstaltung behandelt folgende Themenkreise:

  • Verwaltungsmittel: öffentliche Abgaben/öffentliche Sachen/öffentliche Beschaffungen
  • Verwaltungsrechtliche Regulierung: Regulierungsinstrumente wie Monopole, Konzessionen, Bewilligungen, Subventionen etc.
  • Vollzug von Verwaltungsrecht: Aufsichtsinstrumente, Verwaltungsmassnahmen, Verwaltungssanktionen
  • Rechtsschutz gegen Verwaltungshandeln: Primärer Rechtsschutz (Rechtsmittelverfahren), Staatshaftung, Haftung für rechtmässiges Handeln (Enteignungen)

Unternehmenssteuerrecht (Ass.-Prof. Dr. A. Ope), Universität Luzern

Die Vorlesung befasst sich vertieft mit der Besteuerung von Unternehmen (Personen- und Kapitalunternehmen) sowie mit der Besteuerung der an einem Unternehmen Beteiligten. Untersucht werden die Steuerfolgen während des gesamten Lebenszyklus des Unternehmens von dessen Gründung über den Fortbestand bis hin zur Auflösung. Grundsätzlich ausgeklammert bleibt jedoch die steuerliche Behandlung von Unternehmensumstrukturierungen.

Unternehmenssteuerreform III (Prof. Dr. rer. pol. Christoph A. Schaltegger, Ass.-Prof. Dr. A. Opel u. a.), Universität Luzern

Die Schweiz steht vor grossen Herausforderungen im internationalen Steuerwettbewerb, das Klima hat sich verschärft. Verschiedene Steuerprivilegien werden auf äusseren Druck hin abgeschafft. Zugleich gestaltet sich die Suche nach Alternativen als schwierig, da die international tolerierten Spielräume immer enger werden. Die Schweiz versucht mit der Unternehmenssteuerreform lll einen diffizilen Balanceakt zwischen Behauptung der Standortvorteile einerseits und Sicherstellung der internationalen Akzeptanz andererseits.

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Case Studies im Rahmen der Vorlesung Unternehmensführung und Recht II

Luzerner Kantonalbank: Umfang des Auskunftsrechts von gesetzlichen Vertretern, Bürgen, Drittpfandgebern und anderen gegenüber Banken

Die Arbeit soll einen Überblick über sämtliche Auskunftsrechte einer Bank mit Bezug auf Kundendaten (auch Prospects und ehemalige Kunden) bieten. Grundsätzlich haben Banken Informationen ihrer Kunden geheim zu halten. Das sogenannte Bankkundengeheimnis ist in Artikel 47 des Bankengesetzes geregelt. Davon kann nur unter gewissen Voraussetzungen abgewichen werden: Einerseits kann der Kunde einwilligen oder Auskunftsrechte können sich aus dem Gesetz ergeben, zum Beispiel aus zivilrechtlichen Verhältnissen wie Erbschaft, Kindes- und Erwachsenenschutz oder auch in Straf- und Verwaltungsverfahren und in Fällen internationaler Amts- und Rechtshilfe.

Siemens: Compliance Risiken in einem Konsortium

Die in Zusammenarbeit mit der Siemens AG zu erarbeitende Case Study befasst sich mit den Compliance Risiken in einem Konsortium. Dazu wird in einem ersten Schritt das Konsortium als ein Unternehmenszusammenschluss umschrieben. Das Baukonsortium, heute weitgehend Arbeitsgemeinschaft (ARGE) genannt, ist Hauptgegenstand der Case Study. Letzteres untersteht der Rechtsform der einfachen Gesellschaft, deshalb soll primär die Umschreibung der einfachen Gesellschaft im Zentrum stehen. Anhand der gewonnenen Erkenntnisse und Informationen des ersten Teils werden in einem zweiten Schritt die Compliance Risiken zu Baukonsortien analysiert. Dazu wird ein Risikomanagement in Bezug auf Compliance Risiken erstellt. Abschliessend werden die gewonnenen Erkenntnisse zusammengefasst und mögliche Massnahmevorschläge für die Siemens AG präsentiert.

Partners Group: Evaluation IT zur Unterstützung des Corporate Legal & Compliance Risk Managements

Aufgabenstellung war die «Evaluation und Analyse möglicher Computerprogramme/Systeme für die Unterstützung des Corporate Legal & Compliance Risk Managements der Partners Group».
Nach einem ersten Kick Off Meeting und einem weiteren Meeting mit dem IT Verantwortlichen vor Ort wurde eine Bedürfnisanalyse erstellt, um herauszufinden, welche Aufgaben ein solches Programm erfüllen muss, um perfekt rechtliche und regulatorische Risiken abzubilden und auf Partners Group zugeschnitten zu sein. Im Rahmen einer Marktanalyse wurde mittels der Auswertung von Angebotslisten eines spezialisierten Dienstes sowie Internetrecherchen eine Übersicht über potentiell passende Software erstellt. In einem nächsten Schritt wurde anhand der zuvor ermittelten Kriterien eine passende Software ausgesucht, welche vertieft durch Testing und genaue Auswertung des Leistungsumfanges ermittelt wurde. Schliesslich wurde Partners Group die Empfehlung ausgesprochen, welche Voraussetzungen das Programm haben müsse und es konnten Tools schliesslich präsentiert werden, welche am Besten ihren Bedürfnissen genügten.

Centralschweizerische Kraftwerke AG: Informationssicherheit

Informationssicherheit ist ein zentrales Anliegen vieler Unternehmungen und die damit verbundenen Aufgaben sind vielseitig und anspruchsvoll. Während einige Unternehmungen diese Herausforderungen selber intern abdecken, gibt es zahlreiche Dienstleister, die sich in diesem Bereich spezialisiert haben. Vor diesem Hintergrund befasst sich diese Case Study mit der Frage, ob und in welchem Umfang ein Outsourcing dieses Bereiches bei der CKW in Betracht gezogen werden könnte. Mit Hilfe einer SWOT-Matrix wird die aktuelle Situation analysiert und anhand der gewonnenen Erkenntnisse wird ein Make or Buy Entscheid getroffen. Schliesslich wird die operative Umsetzung dieses Entscheids evaluiert, Vorschläge für die Optimierung der Organisationsstruktur gemacht und ein entsprechender Aktionsplan entworfen.

publications

Publikationen, Bücher, Beiträge und wissenschaftliche Konferenzen

  • Amtshilfe ohne Information der Betroffenen – eine rechtsstaatlich bedenkliche Neuerung, in: Archiv für Schweizerisches Abgaberecht, S. 185 ff., Bern 2015/15 (Opel)
  • Kollektiver Rechtsschutz im Wirtschaftsrecht, Antrittsvorlesung vom 20.04.2015, Universität Zürich (Müller)
  • Reflexivity and Reflection in Research: An Introduction. Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Doctoral Programme on Global Approaches to Law and Culture”, Seconda Università degli Studi di Napoli, Neapel, 29.05.2015 (Jungmeister/Loretan)
  • Reflection on and within the Research Process. Vortrag am Network of Transnational Doctoral Research, Neapel, 30.05.2015
  • How the Cooperative Movement Contributes to a Balanced Economy? Round table im Rahmen The International Economic Forum of the Americas “Shaping a New Era of Prosperity”, Montreal, 08.06.2015 (Taisch)
  • How to select a research question – a reflexive approach. Workshop im Rahmen des Doctoral Programme on Global Approaches to Law and Culture, Swiss Institute of Comparative Law & Center for Comparative Constitutional Law and Religion (University of Lucerne), University of Lausanne, Lausanne 06.11.2015 (Jungmeister)
  • How to select a research question – a reflexive approach. Workshop im Rahmen des Doctoral Programme on Global Approaches to Law and Culture, Swiss Institute of Comparative Law & Center for Comparative Constitutional Law and Religion (University of Lucerne), University of Lausanne, Lausanne 06.11.2015 (Jungmeister)
  • Aktuelle Entwicklungen im Gesellschaftsrecht, Express-Fortbildung für Anwältinnen und Anwälte, Vortrag vom 25.11.2015, Universität Luzern (Müller)
  • Aktuelle Entwicklungen im Gesellschaftsrecht, Express-Fortbildung für Anwältinnen und Anwälte, Vortrag vom 25.11.2015, Universität Luzern (Müller)
  • Kollektiver Rechtsschutz im Wirtschaftsrecht, in: ZBJV 11/2015, S. 801 ff. (Müller)
  • ARGE als einfache Gesellschaft, Beschränkung der Solidarhaftung, Rückgriff unter Baubeteiligten, in: BR 3/2015, 157 f. (Müller/Giesbrecht)

Öffentlichkeitsarbeit, Medien, Politik und Gesellschaft

  • Ist Besteuerung von Unrecht rechtens? Zur sogenannten Wertneutralität im Steuerrecht, Habilitationsvortrag Universität Basel, 09.04.2015 (Opel)
  • Besteuerung von NPO, im Rahmen des ceps-Weiterbildungsprogramms “CAS Kommunikation & Wirkungsmessung in NPO”, Sigriswil, 14.04.2015 (Opel)
  • Sika-Streit: Rechtsstreit im Fall Sika kann bis zu zwei Jahre dauern, in: Neue Zürcher Zeitung NZZ vom 15.04.2015 (Taisch)
  • Sika kann Juristen noch Jahre beschäftigen in: Handelszeitung vom 15.04.2015 (Taisch)
  • Steuerfreier Kapitalgewinn und Firmenverkäufe, in: Neue Zürcher Zeitung NZZ vom 25.06.2015, S. 19 (Opel/Stillhart-Zimmermann)
  • Prominente Gegenspieler im Sika-Streit. Kurzinterview im Nachrichten-magazin “10vor10” von SRF vom 24.07.2015 zum Rechtsstreit der Sika Gruppe im Zusammenhang mit der Übernahme durch Saint-Gobain
  • Beste Pizza, bester Burger oder Kaffee: Ist das Irreführung? in: zentral+ vom 02.08.2015 (Perret)
  • Wenn der Konkurshammer zuschlägt, in: Willisauer Bote vom 03.11.2015, S.36 (Jungmeister)
  • Stiftungsrat KMUNext (Taisch)
  • Mitglied Think Tank KMUNext (Jungmeister)
  • Vorsitzender der Governance Task Force Fit & Proper Requirements for Members of the Board of Co-operative Banks der European Association of Cooperative Banks (EACB), Brüssel (Taisch)
  • Sponsoren

    • CKW DE

      ckw CC

    • LUKB CC DE

      luzerner kantonalbank CC

    • Partners group CC DE

      partners group CC

    • Siemens CC DE

      siemens CC